Vorsorge
Noch ist das Risiko für den Menschen relativ gering, sich mit dem Vogelgrippe-Virus zu infizieren. Eine Ansteckung erfolgt meist nur dann, wenn Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden und man mit dem infizierten Tier oder seinem Kot in Berührung kommt. Da die Viren am wahrscheinlichsten über die Atmung in den menschlichen Organismus gelangen, sollten Mitarbeiter auf Geflügelfarmen oder Geflügelzüchter, bei denen die Vogelgrippe ausgebrochen ist, unbedingt einen Mundschutz tragen. Aber auch auf den Gebrauch von Schutzhandschuhen und Schutzbrille sollte man nicht verzichten, um sich nicht mit dem gefährlichen Erreger anzustecken.
Durch eine Impfung mit dem verfügbaren und für die aktuelle Grippe-Saison angepassten Impfstoff ist man nicht vor einer Infektion mit dem H5N1-Virus geschützt. Für Personen, die in betroffenen Regionen Kontakt zu Geflügel haben könnten, ist eine Grippe-Schutzimpfung aber dennoch sinnvoll. Durch die Impfung kann verhindert werden, dass es zu einer gleichzeitigen Infektion mit den menschlichen Grippe-Viren und dem Vogelgrippe-Virus kommt. Durch solch eine gleichzeitige Infektion bestünde das Risiko, dass ein neues, sehr aggressives Virus entsteht, das von Mensch zu Mensch übertragbar ist.
Auch Asien-Reisende sollten geeignete Sicherheitsvorkehrungen treffen, um sich nicht mit dem Erreger der Vogelgrippe anzustecken. Sie sollten keine Vögel- bzw. Geflügelmärkte aufsuchen und auch sonst jeglichen Kontakt mit infizierten Menschen und Federvieh meiden. Geflügelfleisch sollte – wenn überhaupt – in betroffenen Ländern nur gut durchgegart verzehrt werden und auf rohe Eier sollte ganz verzichtet werden. Generell ist die Grippe-Schutzimpfung bei Reisen in betroffene Länder zu empfehlen.
