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Krankheitsbild & Behandlung

Die von der Vogelgrippe befallenen Tiere bekommen Fieber, Atembeschwerden und Durchfall. Nach wenigen Tagen erkranken fast schlagartig alle Vögel einer Population. Die Vögel sind apathisch, haben ein struppiges Federkleid und verweigern die Nahrungsaufnahme. Sie legen keine Eier mehr und können innerhalb von Stunden bis Tagen sterben. Inzwischen gibt es aber auch Hinweise darauf, dass vor allem infizierte Enten gar keine Krankheitssymptome entwickeln.

Bestimmte Säugetiere (neben dem Menschen z.B. auch Schweine, Pferde und Wild- bzw. Hauskatzen) können sich mit den Erregern der Vogelgrippe ebenfalls infizieren und daran erkranken. Beim Menschen treten etwa zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung – ähnlich einer schweren Grippe – hohes Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Husten, Gliederschmerzen und Atemnot auf. Häufig kommen Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall als weitere Symptome hinzu. Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickelt sich oft eine schwere Lungenentzündung, die zu einem Lungenversagen und zum Tod führen kann. Etwa die Hälfte der an Vogelgrippe (H5N1) erkrankten Patienten ist bislang an den Folgen der Infektion verstorben.

Zur Behandlung der Vogelgrippe stehen nur wenige Medikamente zur Verfügung. Nach bisherigen Untersuchungen sind vermutlich nur die so genannten Neuraminidasehemmer gegen das Virus H5N1 wirksam, ausreichende Untersuchungen liegen hier allerdings noch nicht vor. Diese antiviralen Substanzen wirken auch gegen andere Influenza-A-Subtypen (z.B. H1N1 oder H3N2), müssen allerdings spätestens 48 Stunden nach Auftreten der ersten Grippe-Symptome eingenommen werden. Bei späterer Einnahme ist die Vermehrung der Viren meist schon zu weit fortgeschritten.

Stand: August 2009

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