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Virenproduktion in fremder Zelle

Viren sind für ihre Vermehrung auf den Stoffwechsel lebender Zellen angewiesen. Der Eiweißstoff Hämagglutinin (H) auf der Virusoberfläche reagiert mit den Rezeptoren einer Wirtszelle, zum Beispiel einer menschlichen Atemwegszelle. Wie bei einem Schloss, welches den passenden Schlüssel hat, öffnet sich die Zelle. Das Virus dringt in die Zelle ein und setzt seine Erbinformation, bestehend aus acht separaten RNS-Abschnitten frei.

Viren übernehmen das Kommando

Ziel der Virus-RNS ist die Steuerzentrale der Wirtszelle, d. h. der Zellkern. Nach dem RNS-Bauplan der Viren stellt die infizierte Zelle neue Virenbestandteile her und setzt diese zusammen. Damit die neu gebildeten Viren die Wirtszelle wieder verlassen können, zerstört das viruseigene Enzym Neuraminidase (N) die Zellhülle (Membran) der Wirtszelle. Auf diese Weise kann eine einzige Wirtszelle innerhalb von zwei Tagen bis zu 100.000 neue Viren herstellen, die dann weitere Zellen im Körper befallen.

Viren-Ausbreitung im Körper lässt sich effektiv stoppen

Die Vermehrung der Influenza-Viren im Körper lässt sich durch eine rechtzeitige jährliche Schutzimpfung, angepasst an die aktuell zirkulierenden Viren, und im Erkrankungsfalle durch eine frühzeitige Therapie mit einem Neuraminidase-Hemmer stoppen.

Stand: August 2009

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