Schnelle Ausbreitung
Die Übertragung der Influenza-Viren durch Tröpfchen ermöglicht eine sehr schnelle Ausbreitung der Grippe in großen Bevölkerungsteilen. Dies erklärt das plötzliche Auftreten von Grippe- Epidemien oder großflächigen, grenzüberschreitenden Pandemien. Ob es zu einer Epidemie oder zu einer Pandemie kommt, hängt entscheidend von der Gefährlichkeit der aktuell auftretenden Influenza-Viren für den Menschen ab.
Leichtes Spiel für die Viren
In einer Bevölkerung, die noch keine Abwehr gegen bestimmte Erreger, z. B. eine neue Influenza-A-Virusvariante, aufgebaut hat, können diese sich schnell ausbreiten. Die weitere Verbreitung der Influenza-Viren findet erst ein Ende, wenn der Erreger auf Menschen trifft, die bereits immun gegen ihn sind. Dies wäre beispielsweise der Fall bei Menschen, die aufgrund einer rechtzeitigen Schutzimpfung spezifische Antikörper gegen diese Virusvariante gebildet haben.
Tritt ein neuer, hoch ansteckender Erreger wie ein neuer Subtyp des Influenza-A-Virus auf, so trifft er weltweit auf empfängliche Menschen, d. h. ohne spezifische Abwehrkräfte (Antikörper). Die Infektion breitet sich immer weiter aus, praktisch ohne an natürliche Grenzen zu stoßen. Pandemien sind in der Regel weltweit mit hohen Erkrankungsraten und einer hohen Übersterblichkeit, d. h. die Zahl der Todesopfer liegt über dem üblichen Jahresdurchschnitt, verbunden.

