Lebensgefährliche Auswirkungen
Komplikationen während oder nach einer Influenza-Infektion können bei Patienten aller Altersgruppen auftreten. Am häufigsten entwickeln sich Komplikationen an den Atmungsorganen (eitrige Bronchitis, Lungenentzündung).
Zu den Viren gesellen sich Bakterien
Die geschädigte Atemwegsschleimhaut ist ein idealer Nährboden für Bakterien, die nun ungehindert eindringen können. Hierdurch kommt es leicht zu bakteriellen Infektionen (Superinfektionen), die häufig sehr viel schwerer verlaufen als die eigentliche Influenza. Durch eine rechtzeitige spezifische Behandlung der Influenza kann das Risiko einer bakteriellen Superinfektion gesenkt werden.
Bei den bakteriellen Komplikationen sind in erster Linie Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündung sowie Lungenentzündung zu nennen. Aber auch das Herz-Kreislauf-System und weitere Organe können schwer beeinträchtigt sein.
Schwere Krankheitsverläufe bei Älteren und Kleinkindern
Schwere lebensgefährliche Erkrankungsverläufe bis hin zum Tode betreffen vorwiegend ältere Menschen (über 60 Jahre), aber auch Säuglinge und Kleinkinder. Daher sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder während der Krankheit keinen Kontakt zu den Großeltern haben. Weiter sind chronisch Kranke mit Herz-, Lungen- oder Nierenleiden und andere Patienten mit geschwächtem Immunsystem stark gefährdet, die Influenza kann bestehende Grunderkrankungen verschlechtern.
Rechtzeitig vorbeugen und handeln
Damit es erst gar nicht zur Erkrankung bzw. zu Komplikationen kommt, sollte frühzeitig geimpft werden oder im Erkrankungsfalle rechtzeitig – innerhalb von 48 Stunden – eine ärztliche Therapie eingeleitet werden. Erkrankte sollten isoliert werden bzw. sich selbst zurückziehen, d.h. in der Regel Bettruhe. Kontakte zu anderen Personen, speziell denjenigen, die einer Risikogruppe angehören, sind zu meiden bzw. zumindest zu reduzieren.


