Patientenaufklärung zur Grippeschutzimpfung

Die Grippe oder Influenza wird durch die Influenza-Viren Typ A,B und C verursacht, diese werden durch Tröpfchen übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 1 bis 3 Tagen treten Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Halsschmerzen auf. Die Beschwerden klingen meist innerhalb weniger Tage ohne weitere Komplikationen ab
Bei älteren Patienten sowie Menschen mit Vorerkrankungen des Herzens und der Lunge oder anderen schweren Grunderkrankungen kann es jedoch im Rahmen der Erkrankung zu Lungenentzündungen und Verschlechterung der Grunderkrankung, häufig mit tödlichem Verlauf, kommen.
Eine wirksame Behandlung ist nur in der Frühphase der Erkrankung möglich. Da dieser Zeitpunkt meist verpasst wird, besteht die einzige Möglichkeit der Vermeidung von Komplikationen in einer vorbeugenden Impfung.
Hierbei handelt es sich um einen Totimpfstoff, der keine kompletten Viren, sondern nur einzelne Oberflächenbestandteile, die für Anregung der körperlichen Abwehrsysteme notwendig sind, enthält. Der Impfstoff wird jedes Jahr entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation neu zusammengestellt und enthält in der Regel Bestandteile von 2 Influenza-Typ A-Viren sowie von einem Typ B-Virus. Die Substanz wird einmalig intramuskulär (z.B. in den Oberarmmuskel) appliziert.
Die Erkrankungsrate Geimpfter ist um 50 bis 70% reduziert im Vergleich zur Erkrankungsrate Nichtgeimpfter, tödliche Verläufe gehen um 90% zurück
Der betriebsärztliche Dienst empfiehlt allen IBM-Beschäftigten die Grippeschutzimpfung
Es ist davon auszugehen, dass Kriterien, wie Mobilität und häufige Publikumskontakte, sowohl im privaten Bereich, als auch im geschäftlichen Umfeld vorliegen, die eine Grippeschutzimpfung angezeigt sein lassen.
Wer sollte darüberhinaus geimpft werden?
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Personen, für die eine Influenzainfektion ein besonderes Risiko darstellt:
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alle Menschen über 60 Jahre
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Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischer Grunderkrankung (Lungen-, Herz-, Kreislauf-, Stoffwechselerkrankungen)
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Personen mit stark erhötem Inkektionsrisiko:
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Personen mit erhöhten Publikumskontakten
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Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakten
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Jeder bei Auftreten von Epidemien
Wer sollte nicht geimpft werden?
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Personen mit bekannter Allergie gegen Hühnerprotein, Hühnereiprotein oder Neomycin
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Personen mit einer akuten, behandlungsbedürftigen oder fieberhaften Erkrankung bzw. in der Erholungsphase nach einer Erkrankung. In diesem Falle sollte die Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
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Schwangerschaft: bei schwangeren Risikopatientinnen sollte das mögliche Risiko einer Infektion gegen das mögliche Risiko einer Impfung abgewogen werden, da beim Menschen bislang nur unzureichende Daten zur Bewertung des Schädigungs- und Missbildungsrisikos vorliegen.
Im Fall eines individuell erhöhten Erkrankungsrisikos wird laut
Ständiger Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut - bevorzugt im 2.
Drittel der Schwangerschaft - zur Impfung geraten. Bei einer anstehenden
Grippe-Saison wäre zu bedenken, dass Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett
und
auch die Stillperiode mit einer erhöhten gesundheitlichen Belastung
verbunden sind, die eine Influenza-Infektion besonders gefährlich werden
lassen kann. Vor einer Impfung in der Schwangerschaft sollte daher eine
individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
So beantworten wir diese Fragestellung auf www.grippe-info.de.
Mögliche Reaktionen nach der Impfung:
Gelegentlich lokale Nebenwirkungen (Schmerzen, Schwellung und Rötung an der Impfstelle). Selten Allgemeinbeschwerden (leichtes Fieber, Müdigkeit, Übelkeit Kopf- und Gelenkschmerzen). Diese Beschwerden klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab.
Mögliche Komplikationen:
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selten werden beobachtet: Nervenschmerzen, Gefühlsstörungen, Krämpfe, Blutgerinnungsstörungen, allergische Reaktionen mit Schock
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sehr selten wurden beobachtet: Gefäßentzündungen, neurologische Störungen (Entzündungen von Gehirn, Rückenmark und Nerven).