Influenza-Viren sind äußerst wandlungsfähig
Eine Besonderheit der Influenza-Viren ist ihre Variabilität. Das Virus wechselt sein Aussehen immer wieder, wobei sich einzelne Virusbestandteile verändern. Veränderungen der Influenza-A-Viren und in geringerem Ausmaß der Influenza-B-Viren sind die Auslöser regelmäßig wiederkehrender kleinerer und größerer Grippe-Wellen, die auf der Nordhalbkugel in Ländern mit gemäßigtem Klima in der Regel im Zeitraum zwischen Dezember und April ablaufen.
Neue Varianten können zu Epidemien führen
Aufgrund geringer Veränderungen in der Erbinformation der Influenza-Viren kommt es zu neuen Virusvarianten. Verändern sich hierbei die Oberflächenstoffe
Neue Subtypen können Pandemien auslösen
Durch Austausch ganzer genetischer Elemente können ebenfalls neue Viren (Subtypen, z.B. H5N1) entstehen. Ist z. B. eine Wirtszelle von Mensch, Vogel oder Schwein mit zwei unterschiedlichen Subtypen des Influenza-A-Virus gleichzeitig infiziert, kann es bei der Vermehrung zu einer falschen Zuordnung der Virusbestandteile kommen - die neuen Viren besitzen ein neu kombiniertes Erbmaterial und damit neue Eigenschaften. Diese so genannte Antigen-Shift tritt nur bei Influenza-A-Viren auf. Da die neuen Subtypen auf Menschen treffen, die keine Abwehr gegen diesen neuen Viren-Subtyp besitzen, können sich die Viren schnell ausbreiten und zu Länder übergreifenden Pandemien führen.
Jährliche Impfstoff-Produktion
Zur Überwachung der Influenza-Viren unterhält die Weltgesundheitsorganisation WHO ein weltweites Beobachtungsnetz, so dass Veränderungen , wie z. B. das Auftreten neuer Varianten und Subtypen, umgehend erfasst werden. Diese Veränderungen müssen bei der jährlichen Impfstoff-Produktion berücksichtigt werden.

