Gesundheits-Tipps
30.08.2006
Bei Mundgeruch auf gründliche Zahnhygiene achten
Um Mundgeruch zu verhindern, ist eine gründliche Mundhygiene unerlässlich. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe weist darauf hin, dass dabei Zähneputzen alleine häufig nicht ausreicht. Auch Zungenschaber oder –bürsten und Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume sollten verwendet werden.
Verantwortlich für den unangenehmen Geruch sind Bakterien, die sich zwischen den Zähnen, in Zahnfleischtaschen und auf der Zunge befinden. Sie bauen Speisereste ab und produzieren dabei schwefelhaltige, stark riechende Faulgerüche. Beim Essen und durch den im Mund gebildeten Speichel werden die Mikroorganismen zwar weg gespült. Doch Reste von ihnen verbleiben im Mundraum und haben sich nach einiger Zeit wieder stark vermehrt. Deshalb tritt Mundgeruch häufig auch dann auf, wenn längere Zeit nichts gegessen oder getrunken wurde. Typisches Zeichen dafür ist ein trockener Mund. Hier kann regelmäßiges Trinken der Entstehung von Mundgeruch entgegen wirken. Zuckerfreie Kaugummis und Bonbons regen die Speichelbildung im Mund an und sind ebenfalls empfehlenswert.
Eine weitere Möglichkeit sind antibakterielle Mundspüllösungen. Sie sollten nur kurz angewendet werden. Auch Dragees, die den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll enthalten, können helfen. Der Farbstoff hemmt die Aktivität bestimmter eiweißabbauender Enzyme und vermindert so die Entstehung der unangenehmen Gerüche. Auch das Wachstum der Bakterien im Mundraum wird durch das Chlorophyll gehemmt.
Von Mundgeruch sind häufig Menschen betroffen, die übergewichtig sind oder fasten. Ursache können aber auch entzündliche Hauterkrankungen, Magenprobleme oder Lebererkrankungen sein. Wenn eine gründliche Mundhygiene und die übrigen empfohlenen Maßnahmen nicht ausreichen, sollte deshalb ein Arzt um Rat gefragt werden.
Quelle: Apothekerkammer Westfale- Lippe
