Gesundheits-Tipps
28.08.2004
Bei Hitze lieber schwimmen oder Rad fahren als joggen
Bei hohen Temperaturen sollten Sportler schwimmen oder Rad fahren dem Joggen vorziehen, empfiehlt Prof. Dr. Klaus Völker, Sportmediziner an der Universität Münster. Beim Schwimmen funktioniere die Regulation der Körpertemperatur am besten und auch beim Rad fahren wird der Körper durch den Fahrtwind gekühlt. Dagegen könne der Körper beim Joggen die zunehmende Körpertemperatur nicht so gut an die Umgebungsluft abgeben. Besonders an schwülen Tagen drohe deshalb leichter ein Kreislaufkollaps. Zudem bestehe die Gefahr, dass der Körper zu viel Wasser verliere. "Besonders Menschen, die mit dem Blutdruck Schwierigkeiten haben, sollten vorsichtig sein", warnt der Sportmediziner. Aber auch Senioren, sowie Herz- und Kreislaufkranke dürften sich nicht zuviel zumuten. Bei trockener Hitze sei die Gefahr weniger groß.
Um den Flüssigkeitsverlust bei sportlicher Betätigung auszugleichen, sollten in erster Linie Mineralwasser und Fruchtsaftschorlen getrunken werden. "Kurz vor dem Sport ist es gut, 0,2 bis 0,3 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen", rät Prof. Völker. Wird länger als 45 Minuten Sport getrieben, sollte auch zwischendurch getrunken werden. Sportler sollten darauf achten, an heißen Tagen täglich 3 bis 4 Liter Flüssigkeit aufzunehmen. Für Jogger, die auch bei großer Hitze nicht auf das Laufen verzichten wollen, hat der Experte noch einige Tipps parat. Jogging in praller Sonne sollte in jedem Fall vermieden werden. Besser sei ein Waldlauf entweder morgens oder abends. Auch das Tempo sollte langsamer sein als gewöhnlich.
Quelle: dpa
