Gesundheits-Tipps
28.05.2009
Huflattich lindert den Hustenreiz
Vor allem bei trockenem Husten kann Huflattich den Hustenreiz lindern. Die Wirkstoffe der Heilpflanze befinden sich ausschließlich in ihren Blättern, die zu Tee, einer Tinktur oder frisch gepresstem Pflanzensaft verarbeitet werden. Nach Angaben von Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg kann der Anteil an Schleimstoffen in den Blättern bis zu 10 Prozent erreichen. „Die Schleimstoffe überziehen die Schleimhäute mit einer Schicht, die Reizungen mildert und so den Hustenreiz senken kann“, erklärt Mayer.
Zudem werden Flimmerhärchen, die die Atemwege von innen auskleiden, verstärkt angeregt, den Schleim aus den Atemwegen abzutransportieren. Laut Mayer sind auch die im Huflattich enthaltenen Gerbstoffe – ihr Anteil beträgt etwa 5 Prozent – und Flavonoide für die heilsame Wirkung der Pflanze von Bedeutung.
Bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut hat sich der Huflattich ebenso als hilfreich erwiesen. Nach Ansicht von Mayer dürften sich die Wirkstoffe der Heilpflanze auch positiv auf gereizte Schleimhäute des Magen- und Darmtraktes auswirken. Eine antibakterielle Wirkung werde der Pflanze ebenfalls bescheinigt, so der Mediziner weiter.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit dürfen die Blätter des Huflattichs allerdings nicht eingenommen werden. Grundsätzlich sollte man Tee, Tinktur oder Saft nicht länger als 4 Wochen zu sich nehmen. Grund dafür ist, dass die Blätter ganz geringe Mengen an Pyrrolizidin-Alkaloiden enthalten können. Diese Substanzen können sich in der Leber anreichern und gelten als krebserregend. Es gibt jedoch eine neue Züchtung, die diese Substanzen nicht mehr enthält. Deshalb dürfte dieses Problem bald behoben sein, schätzt Mayer.
Quelle: dpa
