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27.10.2005

Bei Erkältung lieber weniger Sport oder Ruhepause

Wenn die Nase läuft und der Hals kratzt sollten auch ambitionierte Sportler ihr Bewegungspensum deutlich herunter fahren. Wer Fieber hat, sollte noch vorsichtiger sein. "Immer wenn Fieber im Spiel ist, sollte eine längere Ruhepause eingelegt werden", empfiehlt der Sportmediziner Joachim Latsch von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Bevor Sportler wieder mit dem Training beginnen, sollten sie mindestens 5 Tage fieberfrei sein. Aber auch eine leichte Erkältung kann gefährlich werden. In dieser Zeit ist der Körper geschwächt und man sollte sich nicht körperlich verausgaben. "Sonst kann es zu einer bakteriellen Superinfektion kommen", warnt der Experte. Er weist darauf hin, dass selbst leichte grippale Infekte schon zu ernsthaften Erkrankungen geführt haben. Neben einer Lungenentzündung kann es auch zu einer Entzündung des Herzmuskels oder des Herzbeutels kommen. "Das kann akut lebensbedrohlich sein, aber auch dauerhafte Schäden verursachen", so Joachim Latsch. Im schlimmsten Fall könne eine Entzündung am Herzen zu einer Herzinsuffizienz führen, die eine Transplantation notwendig mache.

Nach Ansicht des Mediziners ist aber ein wenig Bewegung an der frischen Luft - gerade für Patienten, die unter Atemwegserkrankungen leiden - durchaus ratsam. "Falscher Ehrgeiz ist jedoch fehl am Platz". Auf ein hoch intensives Jogging-Programm sollte verzichtet werden. Stattdessen könnte man ein leichtes Walking-Training absolvieren. Treten Halsschmerzen auf, sollte jeder, der weiter Sport treiben will, vorher mit seinem Arzt darüber sprechen. Denn eine Angina kann durch so genannte Streptokokken hervorgerufen werden, die auch für das Herz gefährlich werden können.


Quelle: dpa

Stand: August 2010

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