Gesundheits-Tipps
26.08.2005
Schlaftipps für warme Sommernächte
Wer im Sommer bei hohen Temperaturen schlecht schläft, kann mit einigen einfachen Tricks für einen besseren Schlaf sorgen. So könne beispielsweise ein nasses Bettlaken vor das offene Fenster gehängt werden, empfiehlt der Schlafmediziner Hans-Günther Weeß vom Pfalzklinikum in Klingenmünster. "Durch die Verdunstung wird der Umgebung Wärme entzogen", so der Experte. Eine andere Möglichkeit sei, den Schlafanzug vor dem Zubettgehen in den Kühlschrank zu legen. Nicht jedermanns Sache ist vermutlich der Ratschlag, nach der abendlichen Dusche unabgetrocknet ins Bett zu gehen. Doch auch damit erzielt man einen Kühleffekt. "Eine warme Dusche ist dabei besser als eine kalte, weil sich die Hautporen öffnen und Wärme abgeführt werden kann", erklärt Weeß. Deshalb sind auch warme Getränke zur Abkühlung besser als kalte.
Im Sommer ist eine leichte Bettdecke mit einem Leinenbezug besonders geeignet. Auch
ein Schlafanzug aus Seide ist empfehlenswert. Wird ein Ventilator eingesetzt, sollte man vorsichtig sein. "Die Gefahr von Zugluft ist immer gegeben", warnt der Schlafmediziner. Wer dann noch schwitzt, könne sich schnell eine Erkältung oder einen steifen Nacken zuziehen. Wichtig ist zudem, an heißen Tagen das Schlafzimmer morgens zu lüften und anschließend die Rolläden oder den Sonnenschutz herunter zu lassen oder die Vorhänge vorzuziehen. Ist das Schlafzimmer bereits stark aufgeheizt, sollte man überlegen, woanders zu schlafen. "Wer´s kann, geht auf den Balkon - oder in den Keller", so Weeß. Grundsätzlich sei das Schlafbedürfnis im Sommer anders als im Winter. Grund dafür ist das Hormon Melatonin, das die Müdigkeit beeinflusst. Das Hormon wird unterdrückt, wenn die Menschen dem Tageslicht ausgesetzt sind. Im Sommer ist das länger der Fall. Deshalb fühlt man sich zu dieser Jahreszeit weniger müde. Wer dann allerdings in einen dunklen Raum komme, den überfällt die Müdigkeit umso stärker - und der Schlaf ist tiefer.
Quelle: dpa