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19.11.2004

Gartenkürbis Arzneipflanze des Jahres 2005

Der Gartenkürbis ist die Arzneipflanze des Jahres 2005. Die Wahl wird alljährlich vom Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg getroffen. Die Wissenschaftler des Studienkreises begründen ihre Entscheidung damit, dass der Garten- oder auch Arzneikürbis in der Medizin wie in der Küche geschätzt werde und seinen gesundheitlichen Nutzen eindeutig bestätigt habe. So würden bestimmte Sorten des Arzneikürbis (Cucurbita pepo L.) zur Linderung von Blasenproblemen eingesetzt.

Der Gartenkürbis werde zur Zubereitung von Suppen, Eintopf und Gratin verwendet. "In der Steiermark, und nicht nur dort, schätzt man das Kürbiskernöl", sagte der Sprecher des Auswahlgremiums, Ralf Windhaber. Das Öl wird aus dem Ölkürbis gewonnen, einer Variante des Gartenkürbis. Seine Samen sind fast schalenfrei und lassen sich deshalb leichter pressen. Sogar dem Speiseöl werde ein positiver Einfluss bei Blasenproblemen nachgesagt, so Windhaber. "Und tatsächlich werden die Samen und daraus hergestellte Produkte als pflanzliche Arzneimittel in der Medizin gegen Reizblase und Miktionsprobleme verwendet", erläuterte der Experte für Arzneipflanzen. Der Arzneikürbis sei ein Paradebeispiel dafür, dass Pflanzen nicht nur als alternative Heilmethoden sondern auch in der Schulmedizin eingesetzt werden.

Der Kürbis kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Dort wird er schon seit vielen tausend Jahren angebaut und dient als Nahrungsmittel. Zur Kürbispflanzengattung Cucurbita gehören verschiedene Arten. Neben dem Arzneikürbis zählen auch der Riesenkürbis und der Moschuskürbis dazu.


Quelle: dpa

Stand: August 2010

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