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17.08.2006

Falsches Arbeiten am Computer kann schmerzhafte Folgen haben

Falsches oder zu langes Arbeiten am Computer kann zu stechenden Schmerzen im Unterarm oder Handrücken – dem so genannten Mausarm – führen. Diese Beschwerden werden durch lang andauernde Muskelanspannungen und sich immer wiederholende Bewegungsabläufe ausgelöst, wie sie beispielsweise beim dauernden Klicken auf die Computermaus auftreten. Der Orthopäde Jens Anders von der Universität Jena weist darauf hin, dass die einseitige Belastung Entzündungen an den Sehnen und der Knochenhaut hervorruft. Der Mediziner empfiehlt, bei anfänglichen Beschwerden nicht zu warten sondern schnell etwas dagegen zu tun. Man selbst könne die betroffenen Stellen mit Eiswürfeln oder Kältepackungen kühlen. Wenn die Beschwerden nicht besser werden, ist eine Behandlung beim Arzt unbedingt erforderlich, da sonst die Schmerzen chronisch werden können. In diesem Fall wird selbst das Drehen eines Türknaufs oder das Ausdrücken der Zahnpasta zu einer schmerzhaften Angelegenheit.

Dem Orthopäden zufolge haben sich als Vorbeugung gegen den „Mausarm“ Auflagen für den Unterarm bewährt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, bei der Arbeit am Computer die Maus durch andere Geräte, die wie ein Joystick oder Kugelschreiber bedient werden, zu ersetzen. Sind die Beschwerden bereits aufgetreten, können sie durch die Verabreichung schmerzlindernder und entzündungshemmender Mittel behandelt werden. Auch eine Stoßwellentherapie kann unter Umständen helfen. Die Behandlungsmethode soll in dem erkrankten Gewebe die Neubildung von Blutgefäßen anregen und zu einem erhöhten Stoffwechsel führen. Auf diese Weise soll geschädigtes Sehnengewebe repariert und lokale Entzündungen geheilt werden. Oft ist auch eine Physiotherapie als begleitende Maßnahme sinnvoll.


Quelle: dpa

Stand: August 2011

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