Gesundheits-Tipps
16.06.2005
Nur mit Sonnenbrille in der prallen Sonne lesen
Wer in der prallen Sonne ein Buch liest, sollte eine Sonnenbrille tragen. Das empfiehlt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Die Sonnenstrahlen werden durch das weiße Papier reflektiert und auf eine Stelle im Auge gebündelt. Dies kann bleibende Schäden an Linse und Netzhaut verursachen, die das Sehvermögen beeinträchtigen. Die Schädigungen sind allerdings schmerzlos und werden nicht wahrgenommen. Erst nach Jahren machen sie sich bemerkbar. In der Folge kann es zu einer Linsentrübung kommen - dem so genannten Grauen Star - oder zu einer Makula-Degeneration. Bei letzterem handelt es sich um eine Netzhaut-Erkrankung, bei der die Stelle des schärfsten Sehens geschädigt ist. Sie ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter.
Die Experten der Uni Bonn empfehlen, beim Kauf einer Sonnenbrille unbedingt auf Qualität zu achten. Gute Produkte sind beispielsweise an dem "CE"- oder "UV-400"-Zeichen zu erkennen. Die hochwertigen Gläser zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine Fehler wie Luftbläschen haben, die Umwelt unverzerrt wiedergeben und kratzfest sind. Sonnenbrillen für Kinder sollten unbedingt Kunststoffgläser haben. Sind sie aus Glas, können sie bei einer Beschädigung splittern und erhöhen dadurch das Verletzungsrisiko. Neben einem wirksamen UV-Filter sollte eine Kindersonnenbrille auch mit einem zusätzlichen Seitenschutz ausgestattet sein. Er verhindert, dass die Augen der Streustrahlung von reflektierenden Flächen schutzlos ausgesetzt sind.
Quelle: dpa
