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13.01.2004

Pfefferminze ist Arzneipflanze des Jahres

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg hat die Pfefferminze zur Arzneimittelpflanze des Jahres 2004 gewählt. Besonders beliebt ist der Pfefferminztee, der aus getrockneten oder frischen Blättern der Arzneipflanze hergestellt wird. Vor allem die im Tee enthaltenen ätherischen Öle, wie beispielsweise Pfefferminzöl, haben eine wohltuende Wirkung bei Magen-Darm-Problemen. Nach Angaben der Wissenschaftler wirken die Öle entzündungshemmend, krampflösend und appetitanregend. Zudem werde die Produktion von Gallensäure angeregt, die insbesondere zur Verdauung nach einem fettreichen Essen benötigt wird. Allerdings sollten Personen, die an Magengeschwüren leiden, keinen Pfefferminztee trinken, da dieser die Schleimhaut reizen kann. Auch bei einer Erkältung ist die Pfefferminze ein altbewährtes Hausmittel. Der Tee wird dazu in eine Schüssel gegeben und der heiße Dampf vorzugsweise mit einem Handtuch über dem Kopf inhaliert. Ebenso wohltuend ist heißes Wasser, in das ein paar Tropfen Pfefferminzöl gegeben wird. Mit dem Pfefferminzöl können auch Brust und Schläfen eingerieben werde. Bei Babys sollten Pfefferminz-Dampfbad oder Pfefferminzöl nicht angewendet werden, weil sie den hohen Gehalt an ätherischen Ölen nicht vertragen.

Wissenschaftler vermuten, dass die Pfefferminze erst im 17.Jahrhundert als spontane Kreuzung aus der Bachminze und der Ährenminze entstanden ist. Erst im Jahr 1696 entdeckte der Biologe John Ray die Pflanze in einem englischen Garten. Wegen ihres scharfen Geschmacks nannte er sie "Peppermint".


Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, dm-onlie

Stand: August 2010

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