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09.08.2007

Sonnenbrillen sollten genügend Licht absorbieren

Eine Sonnenbrille, die beim Sport oder während einer Wanderung getragen wird, sollte genügend Licht absorbieren, um einen ausreichenden Schutz der Augen zu gewährleisten. Bei sportlichen Tätigkeiten auf Rasen, Asphalt, dem Tennisplatz und anderen nicht zu hellen Flächen an normalen Sonnentagen empfehlen Experten Sonnenbrillen, die zwischen 75 und 85 Prozent des Sonnenlichtes absorbieren. Auf dem Wasser hingegen ist die Lichtintensität durch die Reflexionen des Lichtes an der Wasseroberfläche erheblich höher. Deshalb rät der Augenarzt und Sportmediziner Dieter Schell beim Wassersport Sonnenbrillen zu tragen, die eine Tönung zwischen 80 und 95 Prozent haben und somit nur 5 bis 20 Prozent der Sonnenstrahlen hindurch lassen.

Noch extremer ist die Situation bei Wanderungen auf einem Gletscher im Hochgebirge. Hier sind die Sonnenstrahlen durch die dünne Atmosphäre und die Reflexion an Schnee- und Eiskristallen besonders intensiv. Um unter diesen Bedingungen die Augen vor dem gleißenden Licht zu schützen, sollten Schell zufolge zwischen 94 und 97 Prozent des Lichtes absorbiert werden.

Neben einer zu hohen Lichtintensität schädigen ultraviolette Sonnenstrahlen und der blaue Anteil des Sonnenlichtes das Auge am meisten. Sonnenbrillen sollten deshalb nicht nur eine ausreichende Tönung haben sondern auch UV-Strahlen filtern und vor Blaulicht schützen. Die meisten Brillen bieten einen UV-Schutz. Ist dieser Schutz bei einer Brille vermerkt, kann man davon ausgehen, dass 94 bis 100 Prozent der UV-Strahlen gefiltert werden. Die Stärke der Tönung hingegen sagt nichts über den UV-Schutz aus. Bei Sonnenbrillen, deren Gläser orange-braun oder braun getönt sind, ist von einem Blaulichtschutz auszugehen. Von Modellen mit blauen Gläsern raten Augenärzte ab. Sie bieten keinen ausreichenden Schutz vor dem blauen Anteil des Lichtes und können sogar zu Netzhautschäden führen.

Quelle: dpa, hr-online

Stand: August 2011

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