Gesundheits-Tipps
09.04.2003
Algen – Heilmittel aus dem Meer
Bei den Braunalgen, die in der japanischen Küche verwendet werden, kennt man die medizinisch relevanten Wirkstoffe besonders gut. Der Wirkstoff Fucoidan stärkt das Immunsystem. Auf die Wirkung dieses Kohlenhydrats (Polysaccharid) führen Wissenschaftler die niedrigen Raten von Brustkrebs bei japanischen Frauen zurück. Ein weiterer Inhaltsstoff, die Alginsäure, bindet im Körper vorhandene Giftstoffe, die anschließend ausgeschieden werden können.Braunalgen werden außerdem zur Blutstillung eingesetzt. Die Braunalge „Undaria pinnatifida“ z. B. verdünnt das Blut und wirkt dabei doppelt so stark, wie der die Blutgerinnung hemmende Wirkstoff Heparin.
Algen der Gattung „Laminaria“ senken das Cholesterin, indem sie es im Darm binden, so dass es nicht mehr resorbiert werden kann. Sie sollen Arterienverkalkung und Bluthochdruck vorbeugen.
Nährstoffreich und hautpflegend
Bereits 100 Gramm aufgeweichter Algen decken große Teile des Tagesbedarfs an Magnesium, Mangan, Jod, Eisen und Kupfer. Algen enthalten auch die Vitamine B1, B2 und Nicotinamid sowie Folsäure. Algen werden außerdem auch zur äußerlichen Anwendung verwendet. In der so genannten Thalasso-Therapie werden Frischalgen-Packungen auf die Haut aufgetragen, um Erkrankungen der Gesichtshaut zu lindern.
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Stand: August 2010
