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08.08.2003

Wandern und Gärtnern steigern die Lebenskraft

Der amerikanische Wissenschaftler Robert Ulrich von der Universität Texas fand heraus, dass schon kurze Aufenthalte in der Natur und selbst das Betrachten von Naturszenen genügt, um den Blutdruck zu senken, den Herzschlag zu normalisieren und die Muskeln zu entspannen. Diese positiven Auswirkungen auf den Organismus scheinen viele Menschen intuitiv wahrzunehmen. Immerhin wandern etwa 34 Millionen Deutsche gern. Nach einer Studie der Universität Marburg genießen 90% die schöne Landschaft, 80% lieben die Stille und 75% bezeichnen sich als Naturgenießer. Die Wissenschaftler entdeckten, dass Gehen deutlich intensivere Sinneseindrücke hervorruft als Laufen. Denn je geringer das Tempo ist, um so mehr verlagert sich die Aufmerksamkeit nach außen. Die Wahrnehmung harmonischer Landschaften lässt die Stimmung steigen und löst im Gehirn positive Empfindungen aus. Das Fazit der Forscher: Wandern macht glücklich.

Auch der Wuppertaler Psychotherapeut Konrad Neuberger nutzt, wie viele seiner Kollegen, die Kraft der Natur für seine Patienten. Bei der "Gartentherapie" werden Pflanzen von seinen Patienten umgetopft, geschnitten und gegossen. "Die Orientierung an der Natur, die Rückbesinnung auf das eigene Wachsen und Werden", so der Experte, "öffnet den Weg zu Normalität und Gesundheit."

Quelle: Vital

Stand: August 2010

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