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06.09.2010

Leichte Brandwunden mit kaltem Wasser kühlen

Wer sich beim Grillen leichte Brandverletzungen zuzieht, sollte über die betroffene Hautstelle für einige Minuten kaltes Wasser laufen lassen. Dies empfiehlt Erik Senger vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. Von einer Kühlung der Wunde mit Eiswürfeln rät der Hautarzt dagegen ab. Dabei bestehe die Gefahr, dass das Eis an der Haut festklebt. Auch von Hausmitteln wie Mehl und Öl hält Senger nicht viel. Sie würden auf frischen Brandwunden mehr schaden als nutzen.

Bilden sich auf der Haut Brandblasen sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen. Die Blasen sollten nicht vom Patienten aufgestochen werden, weil sich die offene Wunde entzünden kann. Brandverletzungen im Gesicht und Wunden, die größer als eine Handfläche sind oder bei denen eine  Schädigung tieferer Hautschichten vorliegt, sollten schnellstmöglich ärztlich versorgt werden, so Senger.
Vor der Fahrt zum Arzt oder in die Klinik können feuchte Umschläge auf die Brandwunden gelegt werden, um die Schmerzen zu lindern. Quarkwickel sind dagegen weniger geeignet. Der Quark könnte auf der Wunde eintrocknen und dann unangenehm werden. Eine weitere Empfehlung des Hautarztes: Bekleidung, die mit der Wunde verklebt ist, sollte nicht selbst sondern von einem Arzt entfernt werden.

Brandverletzungen, die bei Erwachsenen mindestens 10 Prozent, bei Kindern mindestens 5 Prozent der Hautoberfläche betreffen, sind lebensgefährlich. In so einem Fall muss unverzüglich über den Notruf 112 Hilfe gerufen werden. Noch vor Eintreffen des Krankenwagens sollte der Patient als Erste Hilfe-Maßnahme vorsichtig in eine Gold-Silber-Folie aus dem Autoverbandskasten eingewickelt werden. Dies schützt ihn vor Auskühlung. Durch den Verlust von Gewebeflüssigkeit kann es auch zu einem Kreislaufschock kommen. Bis Hilfe eingetroffen ist, sollte man deshalb bei dem Betroffenen bleiben und ihn beobachten.

Quelle: dpa

Stand: August 2011

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