Grippe ist keine Erkältung
Oft wird Grippe fälschlicher Weise verharmlost, weil die meisten Menschen im täglichen Sprachgebrauch keinen Unterschied zwischen "Grippe", "grippalem Infekt" und "Erkältung" machen. "Schnupfen, Unwohlsein, leicht erhöhte Temperatur - ich hab die Grippe", sagt man, wenn es einen "erwischt" hat. Glücklicherweise stimmt es aber in der Regel nicht. Erkältungen haben mit echter Virus-Grippe (Influenza) nichts zu tun.
Erkältung: Schnupfen, Niesen und langsamer Beginn
- Insgesamt beginnt ein grippaler Infekt, d. h. eine Erkältung im Gegensatz zur Grippe eher schleichend.
- Influenza ist primär eine Erkrankung der Atemwege, die aber das ganze Allgemeinbefinden negativ beinflusst. Im Zuge einer Erkältung ist das Krankheitsgefühl viel geringer.
- Der Influenza-Patient klagt insgesamt über starke Schmerzen, große Abgeschlagenheit, quälenden Husten und sieht häufig "verquollen" aus. Die Allgemeinsymptome sind beim grippalen Infekt in der Regel schwächer ausgeprägt: geringer Hustenreiz, Kratzen im Hals, nur leichte Kopf- und Gliederschmerzen.
- Die Körpertemperatur ist bei einer Erkältung meist nur leicht erhöht. Eine Grippe wird meist von hohem Fieber begleitet.
Aufgrund dieser Fakten kann man während der Grippe-Saison die Influenza-Infektion sehr gut von einer einfachen Erkältung unterscheiden. Patienten mit verstopfter und laufender Nase, schleimhaltigem Husten und ohne typisches Influenza-Krankheitsbild haben in der Regel keine Influenza-Infektion!
Diese Hinweise können natürlich keinen Arzt-Besuch ersetzen, lassen Sie daher Ihre Symptome beim Arzt abklären.

